Philosphie

Ein lauwarmer Spätsommertag, ein Ausflug zum "Drachenfels" bei Königswinter: Auf halbem Weg fängt es an zu nieseln, das Tal liegt in dichtem Nebel. Miese Laune, Kinder quengeln - bis, ja bis zu diesem unbeschreiblichen Moment, an dem ein winziger Sonnenstrahl durch den Dunst dringt und das Tal wie verzaubert da liegt. Alle schweigen, jeder genießt, nur keiner kann (oder will) es in Worte fassen.


Schon mal in Thailand gewesen, und nach gut 14 Stunden Flugzeit ließ sich die Sonne eine ganze Woche lang nicht blicken? Drei Wochen Gardasee, drei Wochen strömender Regen?

Schlechtwetter - der Horror des freien Wochenendes, das Ende des Traumurlaubs?

Nein, sagen wir.

Denn es gibt sie, jene magischen Augenblicke.

Den Moment, in dem der tiefschwarze Himmel aufreißt - nur für ein paar Sekunden. Wenn sich Wolken sich nach einem regenreichen Tag wie dicke Tinte über dem Meer verteilen. Vielleicht auch nur die kurzen Minuten, in denen die Spitze des "Tour Eiffel" sich dann doch noch aus dem Nebel schält.

Warum also nicht einfach eine "ehrliche" Postkarte verschicken, mitsamt Überschwemmung auf dem Campingplatz, in knöcheltiefem Matsch versunkenem Strandweg auf Amrum, dem Tropensturm, den es auf Bali angeblich nur alle zehn Jahre mal gibt, der nun aber schon seit über fünfzehn Stunden um die Bambushütte tobt?

Wir machen den Anfang. Mit schlechtwetterpostkarten.de.